2006-2007 Lebensqualität von Tumorpatienten nach Operation
und abgeschlossener Rekonstruktion – Beitrag des Kliniksozialdienstes zur psychosozialen Versorgung |
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Kooperationsprojekt zwischen dem Krankenhaussozialdienst der Mund-Kiefer- und Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums Heidelberg und der Alice-Salomon-Hochschule Berlin |
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In der Onkologie sind schwere Beeinträchtigungen der Lebensqualität durch Tumorerkrankungen, die mit operativen Eingriffen und Rekonstruktion verbunden sind, allgegenwärtig. Dennoch fehlt es im Klinikalltag häufig an einer psychosozialen Betrachtung der Problematik und ausreichenden Angeboten zur psychosozialen Einbettung der PatientInnen in ihrem stark veränderten Lebensalltag. Die Belastungen können so tiefgreifend sein, dass psychische Komorbiditäten wie Angststörungen, depressive Reaktionen oder posttraumatische Belastungsstörungen entstehen. In der Regel wenden sich die PatientInnen mit diesen Thematiken bei den MitarbeiterInnen des Krankenhaussozialdienstes. |
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Qualitätssicherung bei der psychosozialen Begeleitung und Bewältigungsunterstützung in Kliniken ist zunehmend im Kommen, jedoch insbesondere für 'weichere Bereiche' wie psychosoziale Versorgung und Bewältigungssunterstützung ein komplexeres Unterfangen als in der medizinischen oder pharmakologischen Versorgung. Harte, leicht operationalisierbare, Kriterien sind eher die Ausnahme und so bieten sich Kombinationssuntersuchungen aus qualitativen und quantitativen Herangehensweisen mit halbstrukturierten Interviews auf der einen und Testverfahren für den Symptombereich auf der anderen Seite an, um sich dem Gegenstand von verschiedenen Seiten zu nähern und ihn so weitgehend wie möglich auszuleuchten. |
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In diesem Kooperationsprojekt wurde diesem Anliegen mit einer explorativen Längsschnittuntersuchung näher auf den Grund gegangen. |
| Publikationen zu diesem Forschungsvorhaben: |
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Gahleitner, S. B., Becker-Bikowski & Schiel, R. (im Erscheinen). Quality of life of tumour patients following surgery and reconstruction of the oro-mandibular region. The contribution of the hospital clinical social work service to psycho-social care. In M. Kiegelmann & L. Gürtler (Eds.), Research questions and matching methods of analysis. Qualitative Research in Psychology. Vol. 4. Schwangau: Ingeborg Huber. |
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Gahleitner, S. B., Becker-Bikowski, K. & Schiel, R. (im Erscheinen). Lebensqualität von Tumorpatienten nach Operation und abgeschlossener Rekonstruktion im Mund- und Kieferbereich – Beitrag des Kliniksozialdienstes zur psychosozialen Versorgung. Online-Veröffentlichung. Psydok - Volltextserver der Virtuellen Fachbibliothek Psychologie der Universität Saarland. |
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Gahleitner, S. B. & Becker-Bikowski, K. (im Erscheinen). Lebensqualität und Krankheitsbewältigung bei Tumorpatienten in der MKG-Chirurgie - Beitrag des Kliniksozialdienstes zur psychosozialen Versorgung. In E. Engelke (Hrsg.), Theorie und Empirie der Sozialen Arbeit. Tagungsband der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit im November 2006 in Würzburg. Stuttgart: Lambertus.
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2004-2005 Gendersensible Therapie- und Beratungskonzepte zur Behandlung komplexer sexueller Traumatisierung – Eine explorative Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der Perspektive von Klienten und Klientinnen |
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Das anwendungsorientierte Forschungsvorhaben widmet sich der Fragestellung, wie Beratung und Psychotherapie KlientInnen bei der Bewältigung komplexer sexueller Traumatisierung optimal unterstützen kann. Im Gegensatz zum Mainstream der Psychotherapieforschung soll dabei von der subjektiven Erfahrung Betroffener ausgegangen werden und der Faktor Geschlecht besondere Aufmerksamkeit erfahren. |
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Problemzentrierte Interviews begleitet von diagnostischen Erhebungsbögen, die mit der qualitativen Inhaltsanalyse in Kombination wurden mit einem geschlechtssensiblen Verfahren ausgewertet. Die Ergebnisse wurden mit Resultaten aus der aktuellen Trauma-, Geschlechter- und Psychotherapieforschung in Beziehung gesetzt. |
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Die Ergebnisse wiesen insbesondere darauf hin, dass der Erfolg der professionellen Begleitung bei beiden Geschlechtern mit der Qualität der helfenden Beziehung steht und fällt. Die Bindungsforschung, die sich in den letzten Jahren zunehmend praxisnah damit befasst, Behandlungskonzepte auf der Grundlage der Bindungstheorie zu untersuchen, bietet hier systematisch Aufschluss. Das Ergebnis, dass Muster gelingender Interaktion eine wichtige Grundlage für Hilfeprozesse darstellen, ließ sich dadurch sinnvoll systematisieren. |
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Das Forschungsvorhaben wurde im Jahr 2004 vom Berliner Chancengleichheitsprogramm für Frauen in Forschung und Lehre gefördert.
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| Publikationen zu diesem Forschungsvorhaben: |
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Gahleitner, S. B. (2005). Neue Bindungen wagen. Beziehungsorientierte Therapie bei sexueller Traumatisierung. München: Reinhardt. (Zur Homepage des Verlages)
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| Sexuelle Gewalterfahrung und ihre Bewältigung bei Frauen und Männern – Eine explorative Untersuchung aus salutogenetischer Perspektive: |
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Die Dissertation widmet sich der Fragestellung, wie Frauen und Männer frühe sexuelle Gewalterfahrungen bewältigen, welche Faktoren eine positive Verarbeitung begünstigen, inwiefern geschlechtsspezifische Aspekte dabei eine Rolle spielen und wie entsprechende Erkenntnisse in die Beratungspraxis einfließen können. |
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Die Untersuchung basiert auf 22 problemzentrierten, biographisch orientierten Interviews sowie ergänzenden soziometrischen und diagnostischen Erhebungen mit Betroffenen sexueller Gewalt. Für die Auswertung wurde die qualitative Inhaltsanalyse durch biographische Falldarstellungen modifiziert und mit einem geschlechtssensiblen Verfahren kombiniert. |
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Die Ergebnisse zeigen, dass die Initialeffekte des sexuellen Traumas für beide Geschlechter übereinstimmen, jedoch Unterschiede bei den Langzeitauswirkungen und deren Verarbeitung bestehen. Darüber hinaus wird deutlich, dass ein Verharren in Geschlechtsrollenstereotypen die Missbrauchsbewältigung für beide Geschlechter erschwert, Geschlechtsrollenflexibilität dagegen neue Verarbeitungsmöglichkeiten eröffnet. |
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Die Ergebnisse werden mit Resultaten aus der aktuellen Trauma- und Geschlechterforschung und bereits zuvor erhobenen ExpertInneninterviews in Beziehung gesetzt und vermitteln neue Aspekte sowohl für die Entwicklung geschlechtsspezifischer Konzepte in der Psychotherapie und Beratung als auch für weitere Forschung im Traumabereich.
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| Publikationen zu diesem Forschungsvorhaben: |
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Gahleitner, S. B. (2006). Sexuelle Gewalt und Geschlecht. Hilfen zur Traumabewältigung bei Frauen und Männern. Gießen: Psychosozial. |
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Gahleitner, S. B. (2004). Geschlechtsspezifische Verarbeitung sexueller Gewalt. Eine explorative Untersuchung aus salutogenetischer Perspektive. Vortragsmanuskript des Workshops des Berliner Programms zur Förderung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre im Juni 2004 in Berlin. Online verfügbar unter: www2.hu-berlin.de/ffz/pdf-files/gahleitner.pdf [27.7.2004]. |
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Gahleitner, S. B. (2003). Sexuelle Gewalterfahrung und ihre Bewältigung bei Frauen und Männern. Eine explorative Untersuchung aus salutogenetischer Perspektive. Dissertation an der Freien Universität Berlin, Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie. |
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Gahleitner, S. B. (2003). Gender-specific aspects of coming to terms with sexual abuse. Results of a qualitative study. In: Mechthild Kiegelmann & Leo Gürtler (Eds.), Research questions and matching methods of analysis. Qualitative Research in Psychology, Volume III (pp. 171-182). Schwangau: Ingeborg Huber.
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