| Gendersensible Therapie- und Beratungskonzepte zur Behandlung komplexer sexueller Traumatisierung – Eine explorative Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der Perspektive von Klienten und Klientinnen: |
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Das anwendungsorientierte Forschungsvorhaben widmet sich der Fragestellung, wie Beratung und Psychotherapie KlientInnen bei der Bewältigung komplexer sexueller Traumatisierung optimal unterstützen kann. Im Gegensatz zum Mainstream der Psychotherapieforschung soll dabei von der subjektiven Erfahrung Betroffener ausgegangen werden und der Faktor Geschlecht besondere Aufmerksamkeit erfahren. |
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Problemzentrierte Interviews begleitet von diagnostischen Erhebungsbögen, die mit der qualitativen Inhaltsanalyse in Kombination wurden mit einem geschlechtssensiblen Verfahren ausgewertet. Die Ergebnisse wurden mit Resultaten aus der aktuellen Trauma-, Geschlechter- und Psychotherapieforschung in Beziehung gesetzt. |
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Die Ergebnisse wiesen insbesondere darauf hin, dass der Erfolg der professionellen Begleitung bei beiden Geschlechtern mit der Qualität der helfenden Beziehung steht und fällt. Die Bindungsforschung, die sich in den letzten Jahren zunehmend praxisnah damit befasst, Behandlungskonzepte auf der Grundlage der Bindungstheorie zu untersuchen, bietet hier systematisch Aufschluss. Das Ergebnis, dass Muster gelingender Interaktion eine wichtige Grundlage für Hilfeprozesse darstellen, ließ sich dadurch sinnvoll systematisieren. |
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Das Forschungsvorhaben wurde im Jahr 2004 vom Berliner Chancengleichheitsprogramm für Frauen in Forschung und Lehre gefördert.
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| Publikationen zu diesem Forschungsvorhaben: |
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Gahleitner, S. B. (2005). Neue Bindungen wagen. Beziehungsorientierte Therapie bei sexueller Traumatisierung. München: Reinhardt. (Zur Homepage des Verlages)
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| Sexuelle Gewalterfahrung und ihre Bewältigung bei Frauen und Männern – Eine explorative Untersuchung aus salutogenetischer Perspektive: |
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Die Dissertation widmet sich der Fragestellung, wie Frauen und Männer frühe sexuelle Gewalterfahrungen bewältigen, welche Faktoren eine positive Verarbeitung begünstigen, inwiefern geschlechtsspezifische Aspekte dabei eine Rolle spielen und wie entsprechende Erkenntnisse in die Beratungspraxis einfließen können. |
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Die Untersuchung basiert auf 22 problemzentrierten, biographisch orientierten Interviews sowie ergänzenden soziometrischen und diagnostischen Erhebungen mit Betroffenen sexueller Gewalt. Für die Auswertung wurde die qualitative Inhaltsanalyse durch biographische Falldarstellungen modifiziert und mit einem geschlechtssensiblen Verfahren kombiniert. |
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Die Ergebnisse zeigen, dass die Initialeffekte des sexuellen Traumas für beide Geschlechter übereinstimmen, jedoch Unterschiede bei den Langzeitauswirkungen und deren Verarbeitung bestehen. Darüber hinaus wird deutlich, dass ein Verharren in Geschlechtsrollenstereotypen die Missbrauchsbewältigung für beide Geschlechter erschwert, Geschlechtsrollenflexibilität dagegen neue Verarbeitungsmöglichkeiten eröffnet. |
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Die Ergebnisse werden mit Resultaten aus der aktuellen Trauma- und Geschlechterforschung und bereits zuvor erhobenen ExpertInneninterviews in Beziehung gesetzt und vermitteln neue Aspekte sowohl für die Entwicklung geschlechtsspezifischer Konzepte in der Psychotherapie und Beratung als auch für weitere Forschung im Traumabereich.
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| Publikationen zu diesem Forschungsvorhaben: |
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Gahleitner, S. B. (2004). Geschlechtsspezifische Verarbeitung sexueller Gewalt. Eine explorative Untersuchung aus salutogenetischer Perspektive. Vortragsmanuskript des Workshops des Berliner Programms zur Förderung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre im Juni 2004 in Berlin. Online verfügbar unter: www2.hu-berlin.de/ffz/pdf-files/gahleitner.pdf [27.7.2004]. |
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Gahleitner, S. B. (2003). Sexuelle Gewalterfahrung und ihre Bewältigung bei Frauen und Männern. Eine explorative Untersuchung aus salutogenetischer Perspektive. Dissertation an der Freien Universität Berlin, Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie. |
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Gahleitner, S. B. (2003). Gender-specific aspects of coming to terms with sexual abuse. Results of a qualitative study. In: Mechthild Kiegelmann & Leo Gürtler (Eds.), Research questions and matching methods of analysis. Qualitative Research in Psychology, Volume III (pp. 171-182). Schwangau: Ingeborg Huber.
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